Zimmernummer 15 Teil 1

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English
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Hilole
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Zimmernummer 15 Teil 1

Seit 8 Stunden bin ich nun mit dem Firmenwagen unterwegs und komme völlig erschöpft endlich am Hotel an. Ich war hier schon paar mal gewesen da ich öfter hier in dem Ort zur Montage bin. Die Rezeptionistin kennt mich schon und begrüßt mich auf tiefsten Bayrisch gleich beim Namen. Nach den Formalitäten bring ich gleich meine Sachen aufs Zimmer. Es ist wie immer das Zimmer mit der Nummer 15. Es ist ein 3-Sterne Hotel, dementsprechend sind die Zimmer schön eingerichtet und bequem. Nachdem ich meine Sachen alle in den Schrank eingeräumt habe, da dies die nächsten 3 Tage mein zuhause sein wird, und mich etwas ausgeruht habe, begebe ich mich runter in den Speisesaal schließlich ist es schon 19Uhr.

Unten angekommen begrüße ich kurz den Stammtisch mit einem lächeln und einem "Servus" und setze mich an meinen Einzelplatz den ich auch sonst immer belegt habe. Es ist ganz gut, man sitzt mit dem Rücken zur Wand und hat den ganzen Raum im Blick. Die Bedienung bringt mir mein Weizenbier und fragt "Wie immer"? Ich nicke und lächele ihr zu. Die Karte hat nicht viel Auswahl zu bieten, aber da das Hotel eine eigene Metzgerei hat und der Koch unglaublich gut ist braucht es auch nicht viel Auswahl.

Während ich mein Feierabend-Weizen genieße und mir den Arbeitsplan für den folgenden Tag zusammenstelle, lasse ich immer wieder meinen Blick über den Raum schweifen. Es ist nicht viel los. Außer dem Stammtisch der aus 12 Personen besteht, sind noch einige Paare anwesend die hier anscheinend nur zum Essen sind und eine Gruppe von Geschäftsleuten die rechts in der Ecke sitzen. "Mist hab meine Zigaretten auf dem Zimmer vergessen" murmel ich vor mich hin als ich gerade herausgehen wollte um eine zu rauchen. Ich lass mein Weizen auf meinem Tisch stehen und flitze schnell in den zweiten Stock zu meinem Zimmer. Als ich grade vor meiner Tür stehe, sehe ich neben mir eine Frau an der Nachbartür stehen. Sie ist etwa so groß wie ich auf ihren Absätzen, hat einen maßgeschneiderten Hosenanzug an mit Nadelstreifen. Ihre Schwarzen Haare zum Dutt zusammen geknotet und unterm linken Arm eine Mappe. Als sich unsere Blicke kurz treffen, überkommt mich eine leichte Gänsehaut.

Ihr Blick ist so durchdringend, als ob sie in meine Tiefsten inneren schauen kann mit ihren Eisblauen Augen. Und auch sonst macht sie einen respekteinflößenden Eindruck. Ich schätze sie ist in den 40ern. Ihre gesamte Körperhaltung und ihr durchdringender Blick lassen auf eine sehr Disziplinierte und dominante Persönlichkeit schließen. Ich schaff es mich irgendwie von ihrem Blick zu lösen und geh schnell in mein Zimmer.

Während ich in mein Zimmer eintrete, hab ich schon wieder vergessen was ich doch eigentlich hier wollte. Diese Frau hat mich so durcheinander gebracht so das ich meine Gedanken gar nicht richtig sortieren kann. "Ach meine Zigaretten" schießt es mir durch den Kopf. Ich hole sie und warte noch kurz an der Tür bis ich Ihre schritte nicht mehr höre. Als ich durch den Speisesaal gehe um nach draußen zu gelangen sehe ich "Sie" wieder. Sie steht am Tisch vor den Geschäftsleuten und ist grade dabei alle einzeln mit einem Händedruck zu begrüßen. Nachdem ich aufgeraucht habe und mich wieder an meinem Tisch gesetzt habe , kommt schon die Bedienung mit einem neuen Weizenbier und meinem Essen. Während ich mich durch dieses 600g Steak durchkämpfe guck ich immer wieder in die Runde und jedes mal bleibt mein Blick kurz bei "Ihr" wieder stehen.

Die Ruhe im Raum wird gebrochen durch eine laute Diskussion am Tisch der Geschäftsleute. Ich kann leider nicht verstehen was sie sagen, denn sie reden auf Spanisch. Naja zumindest vermute ich das sie auf Spanisch reden. Was ich aber verstehe ist das "Sie" anscheinend ein hohes **** ist und das die Männer die grade von ihr zurechtgewiesen werden anscheinend unheimliche Angst vor ihr haben. Mein Blick bleibt an ihr haften als sie auf einmal aufsteht und sich etwas nach vorne lehnt auf die Tischkante. Während ich mir versuche vorzustellen wie sie wohl unter dem Hosenanzug aussieht,dreht sie ihren Kopf in meine Richtung und schaut mir in die Augen. Diesmal hab ich nicht nur wieder eine Gänsehaut sondern ich verfalle in so eine Art Schockstarre.Ich versuche mich mit allen Mitteln von ihrem Blick zu lösen aber es geht nicht. Eine Mischung aus Erregung und Angst macht sich in mir breit.

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